Landfriedensbruch, § 125 StGB

Vorladung, Anklageschrift, Strafbefehl – bundesweite Strafverteidigung

Wann mache ich mich wegen Landfriedensbruches strafbar?

Landfriedensbruch begehen Sie, wenn Sie sich an

  1. Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder Sachen oder
  2. Bedrohung von Menschen mit einer Gewalttätigkeit

die aus einer Menschenmenge in einer die öffentliche Sicherheit gefährdenden Weise mit vereinten Kräften begangen werden, als Täter oder Teilnehmer beteiligen oder Sie auf die Menschenmenge einwirken, um ihre Bereitschaft zu solchen Handlungen zu fördern.

Wie hoch ist Strafe für Landfriedensbruch?

Landfriedensbruch wird mit einer Freiheitsstrafe bis drei Jahren oder Gellstrafe bestraft.

Der besonders schwere Fall des Landfriedensbruchs wird mit einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren geahndet.

Der Strafrahmen macht deutlich, dass eine Strafverteidigung unabdingbar ist. Lassen Sie sich beraten, um Ihre Verteidigung vorzubereiten.

Wann liegt ein besonders schwerer Fall des Landfriedensbruches vor?

Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter

  1. eine Schusswaffe bei sich führt,
  2. eine andere Waffe bei sich führt, um diese bei der Tat zu verwenden,
  3. durch eine Gewalttätigkeit einen anderen in die Gefahr des Todes oder einer schweren Gesundheitsbeschädigung bringt oder
  4. plündert oder bedeutende Schäden an fremden Sachen anrichtet.

Landfriedensbruch hat regelmäßig bei folgenden häufigen Konstellationen Relevanz:

  • Demo
  • Fußballspiel (Gewalttäter Sport & Hooligans)
  • Chaos Tage
  • Straßenschlachten
  • Atommülltransporte
  • G20-Gipfel Proteste

In diesem Zusammenhang spielt in der Praxis auch das sogenannte Vermummungsverbot eine große Rolle. Nach § 17a Versammlungsgesetz darf ein Demonstrant nicht sein Gesicht verdecken oder Gegenstände (wie Tücher oder Masken) mitführen, die dazu geeignet sind, das Gesicht zu verdecken. Hintergrund dieser Verbotsnorm ist die Möglichkeit der Identitätsfeststellung. Kommt es im Rahmen einer Demonstration zu Vermummungen, so stellt dies strafbares Verhalten da und wird nach § 27 Versammlungsgesetz mit Geldstrafen oder Freiheitsstrafe bis zu 1 Jahr bestraft.