Exhibitionistische / sexuelle Handlungen vor Kindern

Vorladung, Anklageschrift, Strafbefehl – bundesweite Strafverteidigung

Nach welchem Tatbestand mache ich mich strafbar, wenn ich mich vor einem Kind exhibiere bzw. sexuelle Handlungen vornehme?

Wenn sexuelle Handlungen vor Kindern vorgenommen werden, dann kann dies den Tatbestand:

  • Exhibitionistische Handlungen gegenüber einem Kind oder
  • sexuellen Missbrauch an Kindern

verwirklichen.

Seit 2005 verteidige wir in ganz Deutschland Sexualdelikte und verfüge somit übe Erfahrung, die Sie für die Vereidigung in Ihrem Verfahren benötigen.

Wir bekommen mehr als die Hälfte der Verfahren, die wir verteidigen eingestellt bzw. außergerichtlich geklärt und das ist der Grund, warum Sie mit uns zusammenarbeiten sollten.

Worin genau besteht der Unterschied zwischen dem sexuellen Missbrauch eines Kindes in Form der Vornahme von sexuellen Handlungen und einer exhibitionistischen Handlung vor einem Kind?

Der Exhibitionist zeigt lediglich ein Geschlechtsteil gegenüber einer Person unter 14 Jahren. Wird jedoch an dem Glied manipuliert (also onaniert), dann stellt dies der Gesetzgeber besonders unter Strafe. Natürlich kommen auch andere sexuelle Handlungen vor einem Kind in Betracht.

Wie wird Exhibitionismus und der sexuelle Missbrauch an Kindern bestraft?

Exhibitionismus (§ 183 StGB) wird bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe oder Geldstrafe bestraft. In diesem Zusammenhang weisen wir jedoch darauf hin, dass die Entblößung gegenüber Kindern sich stets strafschärfend auswirken wird.

Der sexuelle Missbrauch an Kindern (§ 176 IV Nr. 1 StGB) wird mit einer Mindestfreiheitsstrafe von 3 Monten bis 5 Jahren bestraft. Insoweit hat das Gesetz keine Geldstrafe mehr für den Verstoß vorgesehen.

Hier wird deutlich, warum der Unterschied zwischen den Delikten, wenn diese manchmal jedoch sich sehr verwandt sind, so erheblich unterschiedlich bestraft werden.

Verteidigungsstrategien bei dem Verdacht der Vornahme von sexuelle Handlungen vor Kindern.

In fast allen Fällen, die auf diesem Gebiet von unserer Kanzlei betreut werden, haben sich Konstante herauskristallisiert, die wir hier aufzeigen wollen. Zudem zeigen wir Ihnen, wie wir mit diesen immer wiederkehrenden Problematiken umgehen. In vielen Fällen wird es einen Zeugen bzw. mehrer Zeugen geben, die den Missbrauch der Polizei zur Kenntnis gebracht haben. Hierbei kann es sich um den kindlichen Zeugen handeln oder einem Zeugen, der den Geschehensablauf zufälligerweise beobachtet hat.

Es ist allgemein bekannt, dass die Wahrnehmung von Zeugen meist deutlich von dem realen Geschehen abweichen. Hier besteht für mich als Verteidiger die Möglichkeit, in das Geschehen einzugreifen. Durch eine geschickte Verteidigungsschrift kann ich die Wahrnehmung der Zeugen, die sich in den Aussagen widerspiegeln, in Frage stellen. Oft werden die Angaben von verschiedenen Zeugen nämlich höchst widersprüchlich sein. Das hat meist nicht mit dem Umstand zu tun, dass Sie falsch belastet werden sollen, sondern ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass der Zeuge das schwächste Beweismittel ist.

So wird oft streitig sein, ob überhaupt sexuelle Handlungen durchgeführt wurden. Kinder können oft nicht beschreiben, ob ein Glied letztendlich erigiert war bzw. ob tatsächlich Bewegungen durchgeführt wurden, die auf ein Onanieren zurückzuführen sind. Diese ist jedoch erheblich für die Frage, ob und wie Sie strafrechtlich zur Rechenschaft gezogen werden können.

Gerade Personen die sich häufig exhibieren, werden nicht verhindern können, dass es zu einer Situation kommen könnte, bei welchem ein Kind zugegen ist. Dabei ist es natürlich von Erheblichkeit, ob der Täter das wahre Alter des Opfers überhaupt erkennt. Dies ist vor allem von Bedeutung, wenn das Opfer bereits ein Teenager ist. Hierbei kann im Zweifel davon ausgegangen werden, dass die Schutzgrenze von 14 Jahren bereits durchbrochen wurde.

Viele Rahmenumstände, die insbesondere von den Örtlichkeiten abhängen, können angeführt werden, um den Anfangsverdacht gegen Sie zu erschüttern. Somit haben wir bereits in vielen Verfahren bundesweit erreichen können, dass das Verfahren eingestellt werden konnte. Eine solche außergerichtliche Klärung ist von hoher Bedeutung für meine Mandantschaft, da viele von meinen Mandanten ein bürgerliches Leben führen und Familie haben. Eine öffentliche Hauptverhandlung wäre ein Desaster.

Wir kümmern uns um die außergerichtliche Lösung Ihres Verfahrens:

Wir haben die Möglichkeit, Ihr Verfahren zu einer Einstellung mangels Tatverdachts nach § 170 II StPO zu bringen. Hierbei erschüttern wir den Anfangsverdacht durch eine Verteidigungsschrift, die wir anfertigen, wenn wir Ihre Verteidigung angezeigt haben und Akteneinsicht durch die Staatsanwaltschaft erhalten haben.

Es gibt Fälle, die einen hinreichenden Tatverdacht gegen Sie begründen, der Strafverstoß aber im unteren Rahmen anzusiedeln ist. Zudem sind Sie Ersttäter. In diesen Fällen können wir das Verfahren wegen Geringfügigkeit zu einer Einstellung bringen, § 153 I bzw. § 153a StPO. In manchen Fällen biete ich der Staatsanwaltschaft einen kleinen Geldbetrag zu Gunsten der Staatskasse bzw. einem gemeinnützigen Verein an, um einen Anreiz für die Einstellung gegen eine Geldauflage zu schaffen.

Die vorbenannten Einstellungen werden nicht in ein Führungszeugnis oder ein Bundeszentralregister eingetragen. Sie sind demnach nicht strafrechtlich vorbelastet bzw. vorbestraft. Das Ziel ist erreicht.

Insbesondere in den Fällen, in denen Ihnen ein sexueller Missbrauch an Kindern in Form der Vornahme von sexuellen Handlungen vor einem Kindern vorgeworfen wird, kann der Ausgang des Verfahrens entscheidend für Ihre Zukunft sein. Sie sollten Ihr Verfahren nur an einen Anwalt delegieren, der fundierte Kenntnisse auf diesem Gebiet hat, da es hier eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe das Ergebnis sein kann.

Insoweit dürfen wir Sie erneut beruhigen: Regelmäßig bekommen wir auch solche Verfahren eingestellt. Zudem besteht immer die Möglichkeit, das Verfahren außergerichtlich zu lösen: Mittels Strafbefehl, also einem Urteil das Ihnen zugeschickt wird, kann in der Sache entschieden werden. Diesen Strafbefehl stimmen wir mit der Staatsanwaltschaft und dem Gericht ab. Das Verfahrensergebnis dealen wir aus.

Wem das noch nicht genug an „Zauberei“ ist, dem können wir noch eine weiter Möglichkeit unserer Verteidigung aufzeigen: Erst ab einer Freiheitsstrafe in Höhe von 3 Monaten erhalten Sie eine Eintragung im Führungszeugnis. § 176 IV Nr. 1 hat einen Strafrahmen, der ab 3 Monaten beginnt. Erhalten Sie also glatt 3 Monate, dann werden diese nicht in ein Führungszeugnis eingetragen. Die Freiheitsstrafe kann sogar, da es sich um eine kurze Freiheitsstrafe handelt, in eine Geldstrafe in Höhe von 90 Tagessätzen umgewandelt werden. Somit haben wir auch dort Spielraum.

Am Rande darf ich anmerken, dass die Freiheitsstrafen bei einem Ersttäter in der Regel zur Bewährung ausgesetzt werden. Wir verhindern also, dass Sie die Freiheitsstrafe verbüßen müssen.

Es handelt sich somit um ein schriftliches Verfahren.

Welche Möglichkeiten hat der Verteidiger bei einem Vorwurf wegen sexueller Handlungen vor Kindern?

Zunächst muss ein langes Gespräch mit dem Mandanten klären, was letztendlich zu dem Vorwurf geführt hat. In diesem werden Sie Gelegenheit haben, in einer vertrauensvollen, verständnisvollen und diskreten Atmosphäre Ihre Situation zu besprechen. Nach diesem Gespräch werden Sie sich deutlich besser fühlen.

Als nächstes wird die Ermittlungsakte angefordert und die Aussage der / des Anzeigeerstatter(s) auf ihre Glaubwürdigkeit untersucht. Dabei greifen wir auf unsere Erfahrung aus anderen Fällen sowie die Methoden, welche sich in den letzten Jahrzehnten entwickelt haben, zurück.

Regelmäßig werde ich – wenn dies erforderlich ist – eine Verteidigerschrift anfertigen. Die Verteidigerschrift nimmt Stellung zu den Vorwürfen, es werden Vernehmungen im Ermittlungsverfahren  und möglicherweise eine Einstellung des Verfahrens beantragt. Während die Polizei die Ermittlungen wieder aufnimmt – z.B. durch Vernehmung der durch mich benannten Zeugen – nehme ich Kontakt zu dem/der zuständigen Staatsanwalt/Staatsanwältin auf, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

In vielen Fällen werde ich ein so genanntes „Glaubwürdigkeitsgutachten“ beantragen. Das Glaubwürdigkeitsgutachten wird durch eine Psychologin durchgeführt und untersucht die Aussage und die Person, welche die Anzeige erstattet hat. Die Ergebnisse werden sodann in einem Gutachten festgehalten. Wie kam es zu der Anzeige? Ist es möglich, dass die Anschuldigungen nur erfunden wurden?

Es muss nicht zu einer Hauptverhandlung kommen, wenn es sich um eine Falschanschuldigung handelt, wenn im Ermittlungsverfahren ein erfahrener Strafverteidiger auf diesem Gebiet eingeschaltet wird. Was im Ermittlungsverfahren versäumt wird, kann in einer Hauptverhandlung nicht mehr nachgeholt werden. Bitte nehmen Sie eine solche Anzeige nicht auf die leichte Schulter. Regelmäßig suchen mich Mandanten auf, die behaupten, dass Sie zu Unrecht verurteilt wurden. Überlassen Sie nichts dem Zufall.

Selbstverständlich kann ich auch erfolgreich für Sie tätig werden, wenn Sie bereits verurteilt wurden. Berufung, Revision, Wiederaufnahmeverfahren und Gnadenverfahren stehen Ihnen als Rechtsmittel regelmäßig zur Verfügung. Ich prüfe zunächst die Erfolgsaussichten und bespreche dann das weitere Vorgehen mit Ihnen.

Was ist Cybergrooming?

Cybergrooming, oder auch „Cyber – Grooming“ genannt, ist das gezielte Anschreiben von Kindern und Jugendliche im Internet mit dem Ziel der Anbahnung von sexuellen Kontakten, dem Austausch von pornographischen Bildern und dem Führen von sexualisierten Chats.

Wie funktioniert Cybergrooming in der Praxis?

Das Vertrauen eines Kinds oder eines Jugendlichen aufzubauen setzt in der Regel voraus, dass zunächst Kontakt zu dem Kind oder Jugendlichen aufgebaut wird.

Mitunter werden hierbei sogenannte Fake – Profile erstellt und genutzt. Bei diesen Fake – Profilen werden Bilder verwendet, indem sich der Täter für ein Kind oder für einen Jugendlichen ausgibt und nicht die wahre Identität und Alter des Chatpartners wiedergibt.

In diesen Fällen kommt es vor, dass man sich auch als das gleiche Geschlecht wie sein Chatpartner ausgibt, man sich quasi als Freundin oder Freund gleichen Geschlechts als Kontaktpartner anbietet.

Diese Fake – Profile sind meistens auch nicht mit der wahren E – Mailadresse der Person, die den Account oder das Profil angelegt hat, versehen, was eine spätere Aufklärung erschweren kann.

Hierbei sind die Ermittler sodann auf die Herausgabe der IP – Adresse über den Betreiber der Plattform angewiesen, was sich in der Praxis weiterhin als schwierig, vor allem in Hinblick auf den Zeitablauf gestaltet. Hier wird die immer wiederkehrende (rechtliche) Problematik der Vorratsdatenspeicherung deutlich.

Auf welchen sozialen Netzwerken kann es zu Cybergrooming kommen?

Grundsätzlich kann Cybergrooming in jedem Netzwerk stattfinden in dem sich Personen aufhalten, die noch nicht 18 Jahre alt sind.

Hierbei ist nicht unbeachtlich, dass einige Betreiber von Netzwerken bewusst in ihren AGBs und der Anmeldung einer Altersbeschränkung vornehmen, da Kinder und Jugendliche diese Funktion dadurch aushebeln, in dem sie sich schlichweg als „älter“ ausgeben.

Zu den größten sozialen Netzwerken zählen unter anderem:

Facebook, twitter, vk, plus.google, ok, instagram, tumblr, linedin, reddit und pinterest.

Bei Kindern und Jugendlichen sind vor allem nachstehende Plattformen beliebt:

schülervz, facebook, myspace, kunddels

Anbieter von Internetplattformen bieten in der Regel nicht nur den Besuch eines Profils an, sondern auch eine Chatfunktion oder einen eigenen Messengerdienst (bspw. den facebook messenger) über welche eine gezielte Kontaktaufnahme möglich ist.

Hier kann es zu einer Kontaktaufnahme kommen.

Es kann sodann natürlich auch zu einer Verlagerung auf einen anderen (instant) Messenger kommen, wobei hier sicherlich in der Praxis skype, whatsApp, yahoo und andere eine Rolle spielen.

Oft werden bewusst Programme benutzt, die eine Webcam zum Einsatz bringen können. Somit ist es möglich, sexuelle Handlungen des Kindes mittels Videostream zu verfolgen und ggf. hierbei gezielte Anweisungen zu geben.

Es kann hierbei aber auch zu der Anfertigung von Fotos kommen.

In vielen Verfahren, die wir bundesweit verteidigen, wird im Laufe der Kommunikation unter der Androhung, man werde die bisherigen Fotos ins Internet stellen oder an die Schule schicken, noch weiteres Material abgenötigt.

Wie kommt es dazu, dass Cybergrooming zu einem Ermittlungsverfahren wird?

Wir gehen davon aus, dass die Dunkelziffer bei Cybergrooming hoch ist, da es viele Kinder und Jugendliche gibt, die sich nicht ihren Eltern oder Freunden offenbaren.

Wir verteidigen seit 2005 entsprechende Verfahren im Bundesgebiet und haben somit über die Jahre einen sehr guten Überblick über das Thema Cybergrooming bekommen und stellen immer wieder fest, dass in den seltensten Fällen, die wir verteidigen, es das Kind oder der oder die Jugendliche ist, die sich ihren Eltern oder einer Freundin / einem Freund offenbart haben.

Vielmehr prüfen Eltern sporadisch den Internetverlauf und das Schreibverhalten ihrer Kinder.

Hierbei kommt es vor, dass Eltern sodann einen sexualisierten Kontakt mit einer dritten Person feststellen und sodann mit ihrem Kind Anzeige erstatten.

Welche Strafgesetze kann ich bei Cybergrooming verletzen und wie kann ich bestraft werden?

Cybergrooming ist zunächst, um es klarzustellen, keine Strafrechtsnorm und somit ein Begriff, der nicht im Strafgesetzbuch steht.

Verbreitung pornographischer Schriften, § 184b StGB

Wenn Sie pornographisches Material an eine Person unter 18 Jahren versenden und im Kenntnis des Alters des Empfängers sind, dann machen Sie sich eines Verbreitens pornographisches Schriften strafbar.

Da bedeutet, dass Sie weder Nackbilder von sich selbst oder ein Bild Ihres entblößten Glieds an eine Person unter 18 Jahren verschicken dürfen.

Sinn und Zweck von § 184b StGB ist nämlich der Jugendschutz und die unbeeinträchtigte Entwicklung eines Kindes und eines Jugendlichen.

In der Praxis kann ich, wenn es zu einem solchen Fall jedoch kommen sollten, das Verfahren außergerichtlich, meist mit einer Geldstrafe klären, da der Gesetzgeber hier noch einen überschaubaren Strafrahmen installiert hat. Einzelfälle können ggf. auch gegen eine Geldauflage eingestellt werden.

Sexueller Missbrauch an Kindern und schwerer sexueller Missbrauch an Kindern, § 176 und § 176a StGB

In vielen Verfahren, die wir seit dem Jahre 2005 im Bundesgebiet verteidigt haben, kam es dazu, dass das Kind bestimmt wurde, sexuelle Handlungen an sich vorzunehmen.

Das Kind wurde bestimmt, einen Finger oder Gegenstände in seine Vagina oder seinen After einzuführen oder andere sexuelle Handlungen an sich vorzunehmen, wie zu masturbieren.

Hierbei kommt es in der Praxis vor, dass diese Handlung sodann per Webcam übertragen und abgespeichert wir und bei einer Hausdurchsuchung aufgefunden wird. Nach der Hausdurchsuchung kommt es zu einer Auswertung des Laptops oder Computers und wird sodann einem DV – Auswertungsbericht aufgenommen.

Die Verfahren, die wir seit Jahren verteidigen, haben wir teilweise mit einem Strafbefehl beendet. Ein Strafbefehl, ähnlich wie ein Bußgeldbescheid, ist ein außergerichtliches Urteil mit welchem Freiheitsstrafen bis zu einem Jahr, die zur Bewährung ausgesetzt werden, verhängt werden können. Hierbei ist der Fokus der Verteidigung auf eine außergerichtliche Klärung des Sachverhalts gerichtet, was oberstes Ziel der Verteidigung ist.

Nötigung, § 240 StGB

In der Praxis kommt es vor, dass Drohungen ausgesprochen werden für den Fall, dass sexuelle Handlungen nicht vorgenommen werden, kein Nacktbild übermittelt oder der Kontakt abgebrochen wird.

Oft wird als Druckmittel eingesetzt, dass eine Veröffentlichung von Nacktbildern im Internet, die bereits im Besitz sind, in Aussicht gestellt wird bzw. die Offenbarung der bisherigen Kommunikation gegenüber den Eltern, den Freunden oder der Schule.

Hierbei darf man nicht vergessen, dass diese Drohung seine Wirkung oft nicht verfehlt, da das Kind oder der oder die Jugendliche sich bewusst ist, dass eine Veröffentlichung eine Mobbing in der Schule nach sich ziehen wird oder eine Bestrafung durch die Eltern zur Folge hat.

Eine Nötigung, also ein Inaussichtstellen eines empfindlichen Übels, wenn eine Person nicht das tut, was man will, ist strafbar nach § 240 StGB.

In diesem Fall ist die Nötigung in der Regel eine Begleiterscheinung eines Missbrauchs.

Wie kann ich Rechtsanwalt Clemens Louis als Pflichtverteidiger beiordnen lassen?

Ich kann mich In Ihrem Verfahren von Anfang an als Pflichtverteidiger beiordnen lassen. Spätestens mit der Zustellung der Anklage kann folgendes vom Gericht bestimmt werden:

„Ihnen soll ein Pflichtverteidiger beigeordnet werden. Sie können binnen einer Woche einen – Essener – Anwalt Ihrer Wahl benennen. Anderenfalls wird das Gericht von Amts wegen Ihnen einen Pflichtverteidiger beiordnen.“

Dann sollten Sie sich mit mir in Verbindung setzen, denn ich vertrete regelmäßig Mandanten vor Amts- und Landgerichten in Essen, im gesamten Ruhrgebiet und auch bundesweit als Pflichtverteidiger.

Die Frage, ob Sie mich als Pflichtverteidiger „beiordnen“ lassen können, erfragen Sie einfach telefonisch bei mir und ich leite bei Bedarf einen Antrag an das zuständige Gericht weiter. Ein Anruf aus dem deutsche Festnetz: 0201 – 310 460 – 0 ist Ihr Einsatz. Sollten Sie jedoch das Gericht entscheiden lassen, wer Ihr Verteidiger sein soll,  sollten Sie sich später nicht ärgern, wenn Sie mit diesem unzufrieden sind. Bedenken Sie auch, dass Sie einen Pflichtverteidiger nur in großen Ausnahmen (z.B. bei einem Vertrauensbruch) wechseln können.