Neue psychoaktive Stoffe Gesetz (NpSG)

Vorladung, Anklageschrift, Strafbefehl – bundesweite Strafverteidigung

Gegen Sie läuft ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Verstoß gegen das Neue psychoaktive Stoffe Gesetz (NpSG), Sie hatten eine Hausdurchsuchung, haben eine Anklageschrift erhalten oder eine polizeiliche Vorladung?

Ende November 2016 ist das Neue psychoaktive Stoffe Gesetz (NpSG) in Kraft getreten.

Unter das NpSG fallen Stoffe oder eine Zubereitung eines Stoffes aus den Stoffgruppen 2- Phenethylaminoder Cannabimimetika / synthetische Cannabinoide, vgl. Anlage zum NpSG. Damit wurde nun ein weiteres Schlupfloch geschlossen für die Substanzen, die nicht unter das BtMG fielen.

Immer wieder werden in einschlägigen Internetshops, im Darknet oder in Foren sogenannte legale Alternativen angeboten. Die Anbieter werben damit, gerade keine Substanzen zu verkaufen, die unter das Betäubungsmittelgesetz (BtMG) oder Arzneimittelgesetz (AMG) fallen. Insbesondere jüngere Konsumenten kaufen, gerade vor dem Hintergrund der angeblichen Legalität, die oft als Räuchermischungen oder Badesalze angebotenen Substanzen

Neue psychoaktive Stoffe (NPS) sind auch bekannt als sogenannte:

  • Herbal Ecstasy
  • Spice
  • Legal Highs
  • Herbal Highs
  • Badesalzmischungen
  • Kräutermischungen
  • Räuchermischungen
  • Research Chemicals (Forschungschemikalien)
  • Designerdrogen

Was ist Sinn und Zweck des Neue psychoaktive Stoffe Gesetz (NpSG)?

Der Name Research Chemicals sagt es bereits. Bei den sogenannten legal Highs handelt es sich um Forschungschemikalien. In der Regel nicht ausgeforscht. Der Inhalt und die Herkunft der Stoffe sind oft unklar, ebenso die Wirkung und die Nebenwirkungen. Die Gesundheitsgefahr die von diesen Rauschmitteln ausgeht, deren Sinn und Zweck es ist, Cannabisprodukte bzw. Amphetaminzubereitungen zu imitieren, ist immens. Sinn und Zweck des Gesetzes ist also, wie auch beim Betäubungsmittelgesetz, der Schutz der Volksgesundheit.

Kanzlei Louis & Michaelis Rechtsanwälte und Strafverteidiger Neue psychoaktive Stoffe Gesetz NpSG

Kanzlei Louis & Michaelis Rechtsanwälte und Strafverteidiger Neue psychoaktive Stoffe Gesetz NpSG

Was stellt das Neue psychoaktive Stoffe Gesetz (NpSG) unter Strafe?

Das Neue psychoaktive Stoffe Gesetz (NpSG) stellt

  • den Handel
  • das Inverkehrbringen
  • das Verabreichen
  • das Herstellen
  • das Verbringen

von neuen psychoaktiven Stoffen unter Strafe.

Kann ich auch als Endkonsument für den Besitz eines neuen psychoaktiven Stoffes bestraft werden?

Auch der Besitz von neuen psychoaktiven Stoffen ist verboten. Er wird allerdings nicht strafrechtlich sanktioniert. Die aufgefundenen Substanzen werden durch die Staatsanwaltschaft oder das Gericht eingezogen.

Wie kann ich für den Verstoß gegen das Neue psychoaktive Stoffe Gesetz (NpSG) bestraft werden?

Mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren.

Mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren wird bestraft, wer gewerbsmäßig oder als Mitglied einer Band handelt oder als Person über 21 Jahre einen neuen psychoaktiven Stoff an eine Person unter 18 Jahren abgibt oder ihn ihr verabreicht oder zum unmittelbaren Verbrauch überlässt.